Woher kommen die Bläschen im Champagner?

Bläschen im Champagner

▲ Warum prickelt Champagner?

Um zu verstehen, wie die Bläschen im Champagner entstehen, müssen wir zunächst verstehen, wie Champagner hergestellt wird.

Fangen wir ganz von vorne an. Sobald die Trauben geerntet und gepresst sind, wird der Saft zur Gärung in einen Tank gepumpt. Dort werden Hefe und gegebenenfalls Zucker hinzugefügt. Die Hefe verbraucht den Zucker und produziert dabei unter anderem Kohlendioxid und Alkohol.

Das Kohlendioxid entweicht, und der Alkohol wird Bestandteil des Saftes. Dieser Prozess setzt sich fort, bis kein Zucker mehr vorhanden ist. Das Ergebnis dieser ersten Gärung ist ein Stillwein, Vin Clair . mit einem Alkoholgehalt von etwa 10,5%.

Um aus diesem Stillwein Schaumwein zu machen, werden noch mehr Zucker und Hefe benötigt. Die Mischung aus Zucker, Hefe und etwas Wein wird in diesem Stadium als Tränkelikör bezeichnet. Der Tränkelikör wird zusammen mit dem Stillwein in die Champagnerflasche gegeben und mit einem provisorischen Verschluss, dem Kronkorken, verschlossen. Die Gärung findet somit in der Champagnerflasche statt .

Erneut verbraucht die Hefe den Zucker und produziert dabei Kohlendioxid und Alkohol. Diesmal wird das Gas jedoch eingeschlossen. Es verbleibt sozusagen in der Flasche und wird vom Wein aufgenommen. Das Ergebnis: Bläschen im Wein. Diese zweite Gärung wird auch als „ prise de mousse“ (Perlenbildung) bezeichnet. Wenn von der traditionellen Gärung die Rede ist, ist oft gemeint, dass die Perlage auf diese Weise entsteht. Übrigens ist dies die einzige Methode, mit der in Champagner Perlage erzeugt werden darf.

Nach langer Reifezeit im Keller werden die abgestorbenen Hefezellen aus der Flasche entfernt und ein Dosagelikör hinzugefügt. Wenige Monate später können Sie ein köstliches Glas prickelnden Champagner mit unzähligen Bläschen genießen!

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